Heute gibt es keine Geschichte von Arne. Heute gibt es einfach mal auch keinen lustigen Content. 

Es gibt so vieles, was grade in der Welt passiert. Dinge, die sich nicht richtig anfühlen oder wo andere Menschen bewusst verletzt werden. Dinge, die mich persönlich betreffen aber natürlich auch Dinge, die eher eine gesellschaftliche Angelegenheit sind. Ich spreche hier von Frust der sich aufbaut, gegen unsere Politik, gegen Menschengruppen und auch gegen die Medien.

Ich merke seit längerem das auch in mir der Frust wächst. Ich habe mir seit der Geburt meiner Tochter von vor zwei Jahren häufig die Frage nach dem "Warum" gestellt. Ich selbst sehe mich als sehr kritischen, selbstreflektierten Menschen, der sich und seine Umwelt hinterfragt, versucht Situationen zu beleuchten und sich ändert, wenn er merkt, dass etwas nicht angebracht ist.

Doch, irgendwie ist dieses Jahr eine echte Herausforderung für mich. Und es kann ja nicht sein, dass nur ich so empfinde. In Gesprächen mit Freunden kommt häufig auch von ihnen die Aussage, dass das Jahr 2021 wirklich sehr kräfteraubend sei. Und ja, genau so sehe auch ich das. Ich merke wie mein Akku schwindet, wie ich ungeduldig werde und grobe Schnitzer begehe. Ich merke, dass ich unkonzentriert bin, den falschen Menschen vertraue und mich somit in Situationen manövriere, die ich noch vor gut einem Jahr hätte realistisch einschätzen können. 

Nun sitze ich hier also. Mein Mann bringt unseren Sonnenschein ins Bett und ich habe mich ins Nachbarzimmer verkrümelt um nach einer Ewigkeit in die Tasten zu hauen. Mit welchem Ergebnis? Ich gebe es zu, das hier dient reinweg dem Frustabbau. Kein großartiger Text der dich zum lachen oder nachdenken anregen soll. Mal abgesehen davon, dass diesen Blog niemand liest. 

Ich fühle eine merkwürdige Leere in mir, etwas, das ich als sehr energiegeladene Person kaum kenne. Ich bin ausgelaugt, müde und derzeit sehr anfällig für viele verschiedene Viren und Bakterien die meinen Körper zusätzlich entkräften. 
Hinzu kommen die äußeren Umstände, für die niemand etwas kann. Das Wetter ist nicht dem Oktober entsprechend und auch hier beginne ich mich zu fragen, was für eine Welt wir unseren Nachkommen hinterlassen. Überall liegt Müll, durch Corona bedingt fliegen überall Masken umher, niemand scheint sich darüber mehr Gedanken zu machen. Wir haben gewählt, gehofft dass mit einer neuen Regierung auch etwas gegen den Klimawandel, die Extremisten im Bundestag und gegen die Armut bei Kindern und Rentnern unternommen wird. Doch das sehe ich nicht mehr. Ich sehe eine Regierung an die Macht kommen, die so nicht vom Volk entschieden wurde und stelle somit auch zeitgleich unsere Demokratie in Frage.

Ihr merkt, das hier ist wirklich kein lustiger Text und vielleicht sollte ich nun auch einfach aufhören.

Falls es hier doch jemanden gibt, der das hier liest:

Wie ist dein Jahr bisher? 

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