Ja, genau diese Frage stelle ich mir aktuell. Unsere Tochter ist nun 8 Monate alt und ich bin jeden Tag erneut begeistert und fasziniert davon, wie sich so ein kleiner Mensch entwickelt. Jeden Tag lernt unsere Tochter (im Weiteren auch Murmel genannt) immer mehr dazu, kann jeden Tag mehr und wird mutiger.
Als Mutter macht mich das natürlich wahnsinnig stolz.. aber wenn ich ganz ehrlich bin fällt es mir auch schwer. Murmel wird jeden Tag selbstständiger, erkundet unser Haus auf eigene Faust und ich merke richtig dass sie mich auch nicht ständig bei sich haben möchte. An sich sollte ich mich freuen das mein Baby sich so prächtig entwickelt, die Eigenständigkeit im kleinen beginnt zu lernen und sich immer mehr zutraut. Und genau da beginnt mein Mama-Herz zu bluten.
Ich denke, nein ich weiß, ich bin nicht die einzige Mama die diese Gefühle hat und ich denke es ist auch richtig darüber zu reden, es raus zu lassen.
Ich habe das Gefühl dass ich doch vorgestern erst noch schwanger war und das Murmel gestern erst auf die Welt gekommen ist und nun soll ich sie schon gefühlt ziehen lassen? Das fühlt sich so merkwürdig an. Natürlich ist dieser Gedanke auch sehr überspitzt und ich weiß auch dass meine Kleine mich noch lange an ihrer Seite brauchen wird.
Der Grund warum ich heute solche Gedanken hege liegt hier drin: Die Suche nach einer Betreuungsmöglichkeit ab August für unsere, dann 11 Monate alte, Tochter. Hört sich ja nun erstmal nicht so dramatisch an, ist es für mich aber.
Bereits während der Schwangerschaft war klar dass ich ab August gerne wieder arbeiten gehen würde und mein Mann bis Anfang November in die Elternzeit geht. Das hat sich richtig angefühlt, das wollten wir Beide so. Und auch als Murmel auf die Welt kam dachte ich stets daran, dass ich ab August wieder arbeiten würde. Zu dem Zeitpunkt war es ein schöner Gedanke ein wenig mehr von meinem "alten Leben" wieder zu bekommen. Ich bin immer sehr gerne arbeiten gegangen und habe meistens mehr als 40 Stunden in der Woche gearbeitet, aber eben weil ich es wollte (mein Mann tickt da genauso wie ich). Doch je länger ich zu Hause geblieben bin, je mehr ich mich mit unserer Tochter verbunden gefühlt habe, je mehr Zeit wir gemeinsam verbracht haben, desto enger unser Band wurde, umso weniger konnte ich mir vorstellen wieder zu arbeiten und geschweige denn einer fremden Person die Betreuung unseres kleinen Schatzes zu überlassen.
Nichts desto trotz haben mein Mann und ich uns im November 2019 für einen Krippenplatz beworben. Ende März kam eine Absage der Krippen mit der Begründung, dass unsere Murmel im August 2020 noch kein Jahr alt sei und wir somit keinen Rechtsanspruch haben. Das wars. Ich war schockiert und natürlich brach im ersten Moment eine kleine Welt zusammen, denn ich wollte doch arbeiten gehen auch wenn ich es mir schwer vorstellen konnte. Ich haderte mit mir ob ich mich nun freuen oder doch heulen sollte, denn auch wenn ich mir gut vorstellen könnte unsere Tochter weiter zu Hause zu betreuen, das Elterngeld und somit die finanzielle Seite brach uns weg und ich wusste und weiß das ich wieder arbeiten muss.
Im April habe ich fast wöchentlich Kontakt zu unserem zuständigen Familienzentrum gehalten, auf der Suche nach einer Betreuungsmöglichkeit für Murmel.
Heute habe ich eine 90%ige Zusage von einer Tagesmutter erhalten, das ist was Schönes, etwas Positives in Zeiten von Corona... doch es fühlt sich Falsch an. Ich habe einen Stein im Magen liegen, etwas was mich stark bedrückt. Machen wir das Richtige? Handeln wir wirklich zum Wohl unsere Tochter? Ist sie schon so weit? Was ist, wenn die anderen Kinder nicht gut zu ihr sind, sie hänseln?
Ich weiß das man jede Entscheidung immer wieder korrigieren kann, das man Verträge kündigen oder ändern kann und ich weiß, dass ich nicht immer zu Hause bei unsere Murmel sein kann... Aber warum ist es so schwer die Murmel eigene Erfahrungen machen zu lassen?
Als Eltern will man in der Regel immer nur das Beste für sein Kind. Man will es beschützen, von allem Bösen fernhalten und es in Sicherheit wissen. Und ja, es sind meine Erfahrungen, die diese Ängste in mir auslösen und ich muss lernen, dass unsere Murmel ihr eigenes Leben hat und eigene Erfahrungen sammeln muss. Ich werde wohl lernen müssen anderen zu vertrauen, das Beste für unsere Tochter zu wollen.
Als Mutter macht mich das natürlich wahnsinnig stolz.. aber wenn ich ganz ehrlich bin fällt es mir auch schwer. Murmel wird jeden Tag selbstständiger, erkundet unser Haus auf eigene Faust und ich merke richtig dass sie mich auch nicht ständig bei sich haben möchte. An sich sollte ich mich freuen das mein Baby sich so prächtig entwickelt, die Eigenständigkeit im kleinen beginnt zu lernen und sich immer mehr zutraut. Und genau da beginnt mein Mama-Herz zu bluten.
Ich denke, nein ich weiß, ich bin nicht die einzige Mama die diese Gefühle hat und ich denke es ist auch richtig darüber zu reden, es raus zu lassen.
Ich habe das Gefühl dass ich doch vorgestern erst noch schwanger war und das Murmel gestern erst auf die Welt gekommen ist und nun soll ich sie schon gefühlt ziehen lassen? Das fühlt sich so merkwürdig an. Natürlich ist dieser Gedanke auch sehr überspitzt und ich weiß auch dass meine Kleine mich noch lange an ihrer Seite brauchen wird.
Der Grund warum ich heute solche Gedanken hege liegt hier drin: Die Suche nach einer Betreuungsmöglichkeit ab August für unsere, dann 11 Monate alte, Tochter. Hört sich ja nun erstmal nicht so dramatisch an, ist es für mich aber.
Bereits während der Schwangerschaft war klar dass ich ab August gerne wieder arbeiten gehen würde und mein Mann bis Anfang November in die Elternzeit geht. Das hat sich richtig angefühlt, das wollten wir Beide so. Und auch als Murmel auf die Welt kam dachte ich stets daran, dass ich ab August wieder arbeiten würde. Zu dem Zeitpunkt war es ein schöner Gedanke ein wenig mehr von meinem "alten Leben" wieder zu bekommen. Ich bin immer sehr gerne arbeiten gegangen und habe meistens mehr als 40 Stunden in der Woche gearbeitet, aber eben weil ich es wollte (mein Mann tickt da genauso wie ich). Doch je länger ich zu Hause geblieben bin, je mehr ich mich mit unserer Tochter verbunden gefühlt habe, je mehr Zeit wir gemeinsam verbracht haben, desto enger unser Band wurde, umso weniger konnte ich mir vorstellen wieder zu arbeiten und geschweige denn einer fremden Person die Betreuung unseres kleinen Schatzes zu überlassen.
Nichts desto trotz haben mein Mann und ich uns im November 2019 für einen Krippenplatz beworben. Ende März kam eine Absage der Krippen mit der Begründung, dass unsere Murmel im August 2020 noch kein Jahr alt sei und wir somit keinen Rechtsanspruch haben. Das wars. Ich war schockiert und natürlich brach im ersten Moment eine kleine Welt zusammen, denn ich wollte doch arbeiten gehen auch wenn ich es mir schwer vorstellen konnte. Ich haderte mit mir ob ich mich nun freuen oder doch heulen sollte, denn auch wenn ich mir gut vorstellen könnte unsere Tochter weiter zu Hause zu betreuen, das Elterngeld und somit die finanzielle Seite brach uns weg und ich wusste und weiß das ich wieder arbeiten muss.
Im April habe ich fast wöchentlich Kontakt zu unserem zuständigen Familienzentrum gehalten, auf der Suche nach einer Betreuungsmöglichkeit für Murmel.
Heute habe ich eine 90%ige Zusage von einer Tagesmutter erhalten, das ist was Schönes, etwas Positives in Zeiten von Corona... doch es fühlt sich Falsch an. Ich habe einen Stein im Magen liegen, etwas was mich stark bedrückt. Machen wir das Richtige? Handeln wir wirklich zum Wohl unsere Tochter? Ist sie schon so weit? Was ist, wenn die anderen Kinder nicht gut zu ihr sind, sie hänseln?
Ich weiß das man jede Entscheidung immer wieder korrigieren kann, das man Verträge kündigen oder ändern kann und ich weiß, dass ich nicht immer zu Hause bei unsere Murmel sein kann... Aber warum ist es so schwer die Murmel eigene Erfahrungen machen zu lassen?
Als Eltern will man in der Regel immer nur das Beste für sein Kind. Man will es beschützen, von allem Bösen fernhalten und es in Sicherheit wissen. Und ja, es sind meine Erfahrungen, die diese Ängste in mir auslösen und ich muss lernen, dass unsere Murmel ihr eigenes Leben hat und eigene Erfahrungen sammeln muss. Ich werde wohl lernen müssen anderen zu vertrauen, das Beste für unsere Tochter zu wollen.
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