Ich sitze im abgedunkelten Zimmer, Murmel schläft in ihrem Babybett, ca. einen Meter von mir und meinem Laptop entfernt.
Eigentlich wollte ich heute nicht schon wieder einen Blogpost beginnen, aber meine Gedanken kreisen und ich möchte sie loswerden, sie abschütteln oder am liebsten zum Teufel jagen.
Ich gehörte schon immer eher zu der Kategorie von Menschen, die man wohl als realistische Pessimisten bezeichnet. Ich bin selbstkritisch und sehr selbstreflektiert, Kritik versuche ich mir anzunehmen aber reagiere zunächst ablehnend oder gar "zickig" auf diese.
Seit dem ich Mutter geworden bin haben sich diese Eigenschaft zunehmend verstärkt. Ich hinterfrage sehr oft mein Verhalten, meinen Medienkonsum wenn Murmel wach ist oder auch meine Ess- und Trinkgewohnheiten. Ich bin anderen Menschen im Umgang mit unserer Tochter gegenüber sehr kritisch und ja, ich bilde mir sogar ein dass niemand so gut mit unserer Murmel umgeht wie mein Mann und ich. Aber das ist doch klar, denn wir sind den ganzen Tag mit diesem kleinen Wesen in Kontakt, wie kennen ihre Vorlieben und wissen, was sie nicht mag.
Wie könnte es also auch sein, dass jemand anderes die kleine Murmel so gut versteht wie wir. Da spricht die Realistin aus mir, die weiß dass es nur eine gute Bindung geben kann, wenn eine Interaktion stattfindet.
So weit so gut!
Mein Mutterherz hingegen ist da etwas pessimistischer als mein Verstand. Mein Mutterherz sagt: "Tust du meinem Mädchen weh, tue ich dir weh!" Mit anderen Worten: passt du nicht auf sie auf und ihr passiert was, dann gnade dir Gott, Allah oder wegen mir das woran du glaubst oder auch eben nicht.
Meine Sorgen dass diesem kleinen Wesen etwas zu stoßen könnte, dass treibt mir Tränen in die Augen. Keine Angst, dieser Gedanke ist nicht stets da oder begleitet mich nicht Tag und Nacht. Nein, ich versuche bestimmte Gedanken zu verdrängen, aber so von Zeit zu Zeit schleichen sich da doch die ein oder anderen kritischen Gefühle mit ein.
Heute kommt mein Vater mit seiner Frau zu besuch, ich habe sie gebeten mir unsere Murmel für eine Stunde abzunehmen, damit ich ein wenig Ordnung in meine Papiere bringen kann. Sie bleiben mit der Kleinen bei uns im Haus, denn in den 8 Monaten die die kleine Murmel nun alt ist, sind mein Mann und ich nur einmal abends essen gegangen und haben auch dafür meinen Vater und seine Frau gebeten, auf unsere Tochter aufzupassen.
Es fällt mir so schwer anderen Menschen zu vertrauen, anderen Menschen mein kleines Mädchen anzuvertrauen und darauf zu hoffen, dass alles gut gehen wird.
Mir ist klar dass auch etwas passieren kann, wenn ich mit der Murmel zu Hause bin und auf sie aufpasse. Niemand kann 24 Stunden am Tag ein Auge auf ein Baby haben, aber dennoch.
Vertrauen.
Das ist etwas, was einem von der Geburt an gegeben ist. Das so genannte Urvertrauen haben bereits Babys, die ganz frisch auf diese Welt gekommen sind. Mit der Zeit lernen die Kleinen ihren Eltern zu vertrauen, genauso wie anderen ständigen Bezugspersonen.
Mit der Zeit gibt es Erfahrungen die man als Mensch sammelt, die das Vertrauen entweder stärken oder schwächen.
Bei mir wurde das Vertrauen in andere und auch streckenweise in mich selbst sehr gestört. Falsche Freunde, Menschen die mich bewusst verletzen wollten und auch Zwist in der eigenen Familie haben dazugeführt, dass ich ein eher misstrauischer Mensch bin. Und dann soll ich mein Herz, dass durch unsere Tochter verkörpert wird, jemand anderen anvertrauen?
Ich muss es lernen, denn die Murmel soll ihre eigenen Erfahrungen machen. Sie soll Vertrauen lernen aber auch dass es gut ist, eben dieses nicht jedem zu schenken. Sie soll gut betreut werden, nicht nur von meinem Mann und mir. Denn auch als Ehepaar müssen wir Zeit finden für einander, auch mal ohne Murmel.
Vertrauen.
Das ist es, was ich wohl oder übel haben muss oder es mühsam erlernen muss dieses zu entwickeln. Vertrauen in andere Menschen, Vertrauen darin, dass diese mit unserer Tochter so umgehen, als wenn es ihre eigene wäre.
Eigentlich wollte ich heute nicht schon wieder einen Blogpost beginnen, aber meine Gedanken kreisen und ich möchte sie loswerden, sie abschütteln oder am liebsten zum Teufel jagen.
Ich gehörte schon immer eher zu der Kategorie von Menschen, die man wohl als realistische Pessimisten bezeichnet. Ich bin selbstkritisch und sehr selbstreflektiert, Kritik versuche ich mir anzunehmen aber reagiere zunächst ablehnend oder gar "zickig" auf diese.
Seit dem ich Mutter geworden bin haben sich diese Eigenschaft zunehmend verstärkt. Ich hinterfrage sehr oft mein Verhalten, meinen Medienkonsum wenn Murmel wach ist oder auch meine Ess- und Trinkgewohnheiten. Ich bin anderen Menschen im Umgang mit unserer Tochter gegenüber sehr kritisch und ja, ich bilde mir sogar ein dass niemand so gut mit unserer Murmel umgeht wie mein Mann und ich. Aber das ist doch klar, denn wir sind den ganzen Tag mit diesem kleinen Wesen in Kontakt, wie kennen ihre Vorlieben und wissen, was sie nicht mag.
Wie könnte es also auch sein, dass jemand anderes die kleine Murmel so gut versteht wie wir. Da spricht die Realistin aus mir, die weiß dass es nur eine gute Bindung geben kann, wenn eine Interaktion stattfindet.
So weit so gut!
Mein Mutterherz hingegen ist da etwas pessimistischer als mein Verstand. Mein Mutterherz sagt: "Tust du meinem Mädchen weh, tue ich dir weh!" Mit anderen Worten: passt du nicht auf sie auf und ihr passiert was, dann gnade dir Gott, Allah oder wegen mir das woran du glaubst oder auch eben nicht.
Meine Sorgen dass diesem kleinen Wesen etwas zu stoßen könnte, dass treibt mir Tränen in die Augen. Keine Angst, dieser Gedanke ist nicht stets da oder begleitet mich nicht Tag und Nacht. Nein, ich versuche bestimmte Gedanken zu verdrängen, aber so von Zeit zu Zeit schleichen sich da doch die ein oder anderen kritischen Gefühle mit ein.
Heute kommt mein Vater mit seiner Frau zu besuch, ich habe sie gebeten mir unsere Murmel für eine Stunde abzunehmen, damit ich ein wenig Ordnung in meine Papiere bringen kann. Sie bleiben mit der Kleinen bei uns im Haus, denn in den 8 Monaten die die kleine Murmel nun alt ist, sind mein Mann und ich nur einmal abends essen gegangen und haben auch dafür meinen Vater und seine Frau gebeten, auf unsere Tochter aufzupassen.
Es fällt mir so schwer anderen Menschen zu vertrauen, anderen Menschen mein kleines Mädchen anzuvertrauen und darauf zu hoffen, dass alles gut gehen wird.
Mir ist klar dass auch etwas passieren kann, wenn ich mit der Murmel zu Hause bin und auf sie aufpasse. Niemand kann 24 Stunden am Tag ein Auge auf ein Baby haben, aber dennoch.
Vertrauen.
Das ist etwas, was einem von der Geburt an gegeben ist. Das so genannte Urvertrauen haben bereits Babys, die ganz frisch auf diese Welt gekommen sind. Mit der Zeit lernen die Kleinen ihren Eltern zu vertrauen, genauso wie anderen ständigen Bezugspersonen.
Mit der Zeit gibt es Erfahrungen die man als Mensch sammelt, die das Vertrauen entweder stärken oder schwächen.
Bei mir wurde das Vertrauen in andere und auch streckenweise in mich selbst sehr gestört. Falsche Freunde, Menschen die mich bewusst verletzen wollten und auch Zwist in der eigenen Familie haben dazugeführt, dass ich ein eher misstrauischer Mensch bin. Und dann soll ich mein Herz, dass durch unsere Tochter verkörpert wird, jemand anderen anvertrauen?
Ich muss es lernen, denn die Murmel soll ihre eigenen Erfahrungen machen. Sie soll Vertrauen lernen aber auch dass es gut ist, eben dieses nicht jedem zu schenken. Sie soll gut betreut werden, nicht nur von meinem Mann und mir. Denn auch als Ehepaar müssen wir Zeit finden für einander, auch mal ohne Murmel.
Vertrauen.
Das ist es, was ich wohl oder übel haben muss oder es mühsam erlernen muss dieses zu entwickeln. Vertrauen in andere Menschen, Vertrauen darin, dass diese mit unserer Tochter so umgehen, als wenn es ihre eigene wäre.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen