In jedem Ratgeber über die Entwicklung von Kindern werden acht Schübe beschrieben, welche zu unterschiedlichen Zeiten im Leben eines Babys eine Rolle spielen.
Schnell haben wir jedoch bemerkt, dass wir diese Bücher bei unserer Tochter in die Ecke pfeffern können, denn es passte einfach nichts!
Natürlich haben mein Mann und ich auch bemerkt dass unsere Tochter sich entwickelt, dass sie ihre Phasen und Schübe hat, die wir Eltern nur zu gut kennen. Wie hat meine Hebamme es zu mir gesagt: "Wenn es kein Schub ist, ist eine Phase. Wenn es keine Phase ist, dann ist es ein Schub." Doch die klassischen Literaturen wie zum Beispiel "Oje, ich wachse!" (Frans X. Plooij & Hetty van de Rijt, 1992, Goldmann Verlag) oder "Das große GU Babybuch" (Birgit Gebauer-Sesterhenn & Manfred Praun, 2014, Gräfe und Unzer Verlag) habe ich zwar gelesen, aber es wollte einfach nur sehr wenig auf unsere Murmel passen.
Als Murmel vier Monate alt wurde fing sie an, erbarmungslos beim Stillen meine Brust anzuschreien. Nach ein wenig Recherche im Internet und Gesprächen mit der betreuenden Hebamme und unserer Kinderärztin stellte sich heraus, dass sich unsere Murmel in einem Stillstreik und einer sogenannten Brustschreiphase befand. Ich war wirklich am Boden zerstört da ich dachte, dass dies nun das Ende unserer Stillbeziehung bedeuten würde. Mir wurde angeraten, dass ich mit der Beikost beginnen sollte, das Stillen jedoch nicht aufgeben sollte. Gesagt getan; unsere Murmel begann also bereits in ihrem vierten Lebensmonat mit der Beikost und war das glücklichste Kind der Welt. Statistiken und Empfehlungen der WHO sagen, dass man nicht vor dem sechsten Lebensmonat mit dem Beikoststart beginnen sollte und wenn möglich auch danach noch zusätzlich bis zum zweiten Lebensjahr stillen sollte.
Unsere Murmel hielt anscheinend nichts von Statistiken.
Unsere Maus ist nun etwas über acht Monate alt. Laut der oben genannten Bücher würde sie nun beginnen zu robben, langsam ins Krabbeln übergehen und so die Welt erkunden. Ich sitze lachend vor dem Laptop und schaue unserer kleinen Tochter zu, wie sie sich in ihrem Gitterbett hochzieht und langsam von links nach rechts wandert.
Sie robbt und krabbelt seit acht Wochen, will nun das Laufen lernen. Langsam kennt unser Kind nicht. Sie ist eine Wissenschaftlerin, eine Entdeckerin. Von Statistiken weiß sie nichts und ich behaupte, dass selbst wenn sie wüsste was eine Statistik ist, sie würde allen zeigen wollen was sie davon hält: nämlich nichts.
In meiner Schwangerschaft habe ich viele Ratgeber über die Geburt, über das Großwerden von Kindern und die acht großen Entwicklungsschritte gelesen. Ich bin eine Person, die gerne auf das was auf sie zukommt vorbereitet ist, die gerne Dinge plant. Wieder sitze ich lachend vor dem Laptop.
Kein Kind ist gleich, keines sollte in eine Form gepresst werden, niemand sollte dir oder deinem Kind sagen, was es in diesem Abschnitt eures Lebens zu tun oder zu lassen hat.
Unsere Murmel weiß was für sie der nächste Schritt ist, sie weiß was sie sich zutrauen kann. Und wenn es dann doch mal schief geht, dann sind wir da. Wir lieben unser Kind, egal ob sie ihrem Alter voraus ist oder hinter her hinkt. Sie entwickelt sich so, wie es sein muss, mal schneller, mal langsamer. Wir müssen es akzeptieren und allen Menschen, die meinen dass diese Einstellung falsch sei: nein! Mit Liebe und Verständnis für das eigene Kind und dessen Entwicklung kann es gar nicht falsch sein.
Bücher und Statistiken zu lesen ist nicht falsch, versteht mich bitte richtig. Es hat mich beruhigt, hat mir geholfen das ein oder andere besser zu verstehen, aber ob ich heute noch Ratgeber diesbezüglich lese oder Entwicklungsschritte google? Nein! Und das werde ich auch in Zukunft nicht mehr machen.
Schnell haben wir jedoch bemerkt, dass wir diese Bücher bei unserer Tochter in die Ecke pfeffern können, denn es passte einfach nichts!
Natürlich haben mein Mann und ich auch bemerkt dass unsere Tochter sich entwickelt, dass sie ihre Phasen und Schübe hat, die wir Eltern nur zu gut kennen. Wie hat meine Hebamme es zu mir gesagt: "Wenn es kein Schub ist, ist eine Phase. Wenn es keine Phase ist, dann ist es ein Schub." Doch die klassischen Literaturen wie zum Beispiel "Oje, ich wachse!" (Frans X. Plooij & Hetty van de Rijt, 1992, Goldmann Verlag) oder "Das große GU Babybuch" (Birgit Gebauer-Sesterhenn & Manfred Praun, 2014, Gräfe und Unzer Verlag) habe ich zwar gelesen, aber es wollte einfach nur sehr wenig auf unsere Murmel passen.
Als Murmel vier Monate alt wurde fing sie an, erbarmungslos beim Stillen meine Brust anzuschreien. Nach ein wenig Recherche im Internet und Gesprächen mit der betreuenden Hebamme und unserer Kinderärztin stellte sich heraus, dass sich unsere Murmel in einem Stillstreik und einer sogenannten Brustschreiphase befand. Ich war wirklich am Boden zerstört da ich dachte, dass dies nun das Ende unserer Stillbeziehung bedeuten würde. Mir wurde angeraten, dass ich mit der Beikost beginnen sollte, das Stillen jedoch nicht aufgeben sollte. Gesagt getan; unsere Murmel begann also bereits in ihrem vierten Lebensmonat mit der Beikost und war das glücklichste Kind der Welt. Statistiken und Empfehlungen der WHO sagen, dass man nicht vor dem sechsten Lebensmonat mit dem Beikoststart beginnen sollte und wenn möglich auch danach noch zusätzlich bis zum zweiten Lebensjahr stillen sollte.
Unsere Murmel hielt anscheinend nichts von Statistiken.
Unsere Maus ist nun etwas über acht Monate alt. Laut der oben genannten Bücher würde sie nun beginnen zu robben, langsam ins Krabbeln übergehen und so die Welt erkunden. Ich sitze lachend vor dem Laptop und schaue unserer kleinen Tochter zu, wie sie sich in ihrem Gitterbett hochzieht und langsam von links nach rechts wandert.
Sie robbt und krabbelt seit acht Wochen, will nun das Laufen lernen. Langsam kennt unser Kind nicht. Sie ist eine Wissenschaftlerin, eine Entdeckerin. Von Statistiken weiß sie nichts und ich behaupte, dass selbst wenn sie wüsste was eine Statistik ist, sie würde allen zeigen wollen was sie davon hält: nämlich nichts.
In meiner Schwangerschaft habe ich viele Ratgeber über die Geburt, über das Großwerden von Kindern und die acht großen Entwicklungsschritte gelesen. Ich bin eine Person, die gerne auf das was auf sie zukommt vorbereitet ist, die gerne Dinge plant. Wieder sitze ich lachend vor dem Laptop.
Kein Kind ist gleich, keines sollte in eine Form gepresst werden, niemand sollte dir oder deinem Kind sagen, was es in diesem Abschnitt eures Lebens zu tun oder zu lassen hat.
Unsere Murmel weiß was für sie der nächste Schritt ist, sie weiß was sie sich zutrauen kann. Und wenn es dann doch mal schief geht, dann sind wir da. Wir lieben unser Kind, egal ob sie ihrem Alter voraus ist oder hinter her hinkt. Sie entwickelt sich so, wie es sein muss, mal schneller, mal langsamer. Wir müssen es akzeptieren und allen Menschen, die meinen dass diese Einstellung falsch sei: nein! Mit Liebe und Verständnis für das eigene Kind und dessen Entwicklung kann es gar nicht falsch sein.
Bücher und Statistiken zu lesen ist nicht falsch, versteht mich bitte richtig. Es hat mich beruhigt, hat mir geholfen das ein oder andere besser zu verstehen, aber ob ich heute noch Ratgeber diesbezüglich lese oder Entwicklungsschritte google? Nein! Und das werde ich auch in Zukunft nicht mehr machen.
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